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Mittwoch, 2. Januar 2013

ABC Challenge

Juhuuuu! ABC Challenge geschafft!
 

Das unmögliche wurde möglich! Ich habe meine persönliche ABC Challenge geschafft. Vollkommen unverfälscht und alle 26 Buchstaben ausgefüllt. Unverfälscht bedeutet, ich habe keine Artikel weg gestrichen, und wirklich zu jedem Buchstaben ein Buch gelesen. 

Als ich im März, als mein Blog noch in den Startlöchern steckte, auf anderen Blogs auf ABC Challenges aufmerksam wurde, habe ich mir gedacht, dass wird kein Problem, so viel wie ich lese. Als ich dann Anfang Oktober mal Bilanz zog und erschrocken fest gestellt habe, dass ich erst 12 Buchstaben von der Liste streichen kann, bin ich doch ein bisschen nervös geworden. Obwohl die Challenge in diesem Fall wirklich nur für mich war, habe ich einen innerlichen Druck gespürt trotzdem mein Ziel erreichen zu müssen *freaky*. Ich habe dann angefangen auf anderen Blogs und im Internet eine Liste von Büchern zusammen zu stellen, die die fehlenden Buchstaben abdecken und die mich natürlich auch vom Thema her ansprechen. 
Leider musste ich fest stellen, dass die meisten Bücher die ich dann noch im Rahmen dieser Challenge gelesen habe, mir nicht so gut gefallen haben. Da ich also in den letzten drei Monaten fast nur noch für die ABC Challenge gelesen habe, bin ich nun total froh, dass sie vorbei ist! Zwar zwei Tage zu spät, aber da drücke ich mal ein Auge zu ;-)

Juhuuuu! (nochmal an dieser Stelle). 

Ich denke so schnell werde ich an keiner ABC Challenge mehr teil nehmen und freue mich einfach nur auf die Rory Gilmore Challenge im nächsten Jahr und darauf all die guten Bücher zu lesen, die seit Oktober auf mich warten.


ABC Challenge 2012  und hier gehts zur Originalseite






























Queen Camilla (Roman)

the royal family im proletarischen Exil

Ich habe von Sue Townsend schon in jungen Jahren, als eines meiner ersten englischen Bücher, "The secret diary of Adrian Mole" mit großem Genuss gelesen. Als ich zufällig bei "good reads" auf "Queen Camilla" gestoßen bin, habe ich es mir gleich auf den kindle geladen. Queen Camilla ist die Fortsetzung des Buches "The Queen and I", das ich allerdings nicht kenne.

Zum Inhalt: 

England ist keine Monarchie mehr sondern gleicht einem Polizeistaat. Schläger, Pädophile und die unterste Unterschicht werden zusammen in so genannte "exclusion zones" gesteckt, die man nicht verlassen darf und die total überwacht sind. In einer dieser exclusion zones ist auch ein Großteil der royal family untergebracht. Queen Elizabeth, Charles, Camilla und andere wohnen hier unter Proletariern in ärmlichen Verhältnissen. Während sich die Opposition im Lande neu formiert um die royals wieder zurück in ihren Palast zu bringen, versuchen diese den Alltag zu meistern und diskutieren ob Elizabeth, Charles oder William auf den Thron zurück kehren sollte. Als ein unehelicher und vor allem unausstehlicher Sohn von Camilla und Charles auftaucht und Ansprüche auf den Thron stellt, müssen alle ihre Entscheidungen die Zukunft betreffend überdenken.

Meine Meinung:  

Ich dachte, dass Buch wird sehr lustig sein. Vor allem, da ich auch einige Zeit in England gelebt habe und somit das Land und ihre Sitten recht gut kenne. Anscheinend nicht gut genug um das Buch lustig zu finden. Ich habe es natürlich auf englisch gelesen, was auch recht leicht ging. Die Engländer und die Liebe zu ihren royals und ihren dogs steht in diesem Buch im Vordergrund. Ich fand es ganz lustig zu lesen wie sich die Royals im normalen Leben hypothetisch entwickelt haben. Das Hunde sprechen können und somit die Geschichte sehr stark mit gestalten, hat mich als Katzenmensch überhaupt nicht angesprochen. Ich denke um das Buch genießen und so richtig verstehen zu können, muss man wohl doch ein waschechter Brite sein.

Für Wen: 

Für alle die eine große Affinität zur royal family und dem englischen Kult um Hunde haben und am besten noch british sind. Für alle anderen wohl eher schwer zu genießen.

Meine Wertung: *****

Inhalt: *****
Anspruch: *****
Spannung: *****

Sue Townsend
Michael Joseph Ltd, 2006
464 Seiten

Freitag, 28. Dezember 2012

Xenophobe's guide to the English

Trying to help understand the English 
and their way of life

Ines und England. England und Ines. Ein Land, zu dem es mich seit meinem 13. Lebensjahr immer wieder magisch hinzieht und in dem ich phasenweise auch immer wieder für kurz oder lang gelebt habe. Mit 14 war ich für zwei Wochen im Sommer als "nanny" in einer Familie. Damals gab mir die Mutter des Hauses, gebürtige Österreicherin, dieses Buch mit auf den Weg und meinte: To understand the english a little better. 

Zum Inhalt: 

Der Name verrät eigentlich schon alles. Das Buch erklärt "The English" von Kopf bis Fuß. Warum sie Tee trinken, was das Besondere an Cricket ist, was es mit "the stiffer upper lip" auf sich hat und wo sie am liebsten Urlaub machen. 

Meine Meinung: 

Ich habe das Buch auf all meinen England-Aufenthalten bei mir gehabt und es immer wieder gelesen und dabei innerlich sehr gelacht. Es trifft den Nagel auf den Kopf, ist teilweise allerdings ein bisschen überzogen und böse. Aber okay, genau so sind die Engländer ja eben auch.

Für Wen: 

Ein Buch für alle die planen nach England zu reisen, die als "foreigners" schon dort sind oder vielleicht mal dort waren. Es hilft so einiges besser zu verstehen. 

Meine Wertung: *****

Weihnachtsbeute



Weihnachten ist vorbei! Es lagen wieder viel zu viele Geschenke unter dem Christbaum. Ich finde es ist immer so eine schöne Stimmung wenn man Geschenke auspackt und ich freue mich ja immer besonders über die kleinen rechteckigen Packerln, in denen man schon ein Buch ertasten kann. Dann bin ich immer gespannt was es für ein Buch ist, ob ich es kenne oder mir gar gewünscht habe und ob es mir gefallen wird. Dieses Jahr bin ich ziemlich überrascht wurden und das gefällt mir immer am Besten!

Am aller meisten habe ich mich über mein "Ex Libris" gefreut. Schon mein sehr belesener Opa hatte in jedem seiner Bücher ein eigens für ihn entworfenes Ex Libris Sticker. Ich habe meines bei meinem Papa in Auftrag gegeben und nun ist es endlich unter dem Christbaum gelegen - Hurra. (keine Ahnung warum dieses Bild verdreht ist ... ich kriegs nicht anders hin)



Was für Bücher gab es sonst noch?

Da mein hubby und ich 2013 endlich mal in mein geliebtes London fahren werden, habe ich nicht nur einen London-Führer bekommen (wobei ich die Stadt eigentlich schon sehr gut kenne) sondern auch das Buch "London - Eine Stadt in Biographien". Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Das einzigste Buch, das ich mir gewünscht habe war: "Der Gefangene des Himmels" von Carlos Ruiz Zafon. Nachdem ich von " Der Schatten des Windes" sehr angetan und von "Das Spiel des Engels" enttäuscht war, bin ich auf dieses Buch gespannt. Es spielt ja auch wieder einer Stadt die ich sehr gerne mag und gut kenne - Barcelona.

Ein Buch über das sich manche vielleicht wundern ist "Einfach glücklich" von *husthust* Sepp Forcher. Die Hintergrund Geschichte ist die: Vor kurzem habe ich einen sehr interessantes Interview gehört und war von der Person die da so intelligent im Radio sprach total angetan. Erst gegen Ende bekam ich mit, dass diese Person Sepp Forcher war. Zufällig hat mein Mann das gleiche Interview gehört und sich das selbe gedacht und dieses Buch unter den Christbaum gelegt. Ich bin gespannt.

"Mrs. Dallaway" ist ein Klassiker und da mir die Klassiker meistens sehr gute gefallen, habe ich dieses Buch bekommen. 

Eine lustige Triologie ist "Die Müttermafia". Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan von lustigen Büchern, da sie oft seicht sind. Aber von dieser Triologie hab ich gehört, dass sie den Mamas aus dem Herzen spricht. Genau das was ich brauche.

Eine Freundin von der ich immer sehr ungewöhnliche und interessante Bücher bekomme, hat mir "Raum" unter den Baum gelegt. Ich habe von dem Buch noch nichts gehört, es klingt jedoch vom Klappentext her sehr spannend und interessant.

Es gibt also genügend Literatur für das neue Jahr. Nur noch ein Buch, dann habe ich die ABC-Challenge 2012 tatsächlich erfüllt - ich kann es gar nicht glauben. Danach stürze ich mich auf die neuen Bücher, ich freue mich schon auf jedes Einzelne. 

Dienstag, 25. Dezember 2012

Pünktchen und Anton (Kinderbuch)

Ein reiches Mädchen, das abends bettelt? Wo gibts denn so was?

Schon seit Wochen habe ich die "kids corner" auf meinem Blog eingerichtet, mit dem Vorsatz jedes Monat mindestens ein Kinderbuch zu bloggen. Denn ich hege - nicht nur durch meine beiden Kleinen - eine große Vorliebe für Kinderbücher in allen Farben und Formen. Jetzt ist es so weit und ich beginne mit meinem Lieblingsbuch eines meiner Lieblingsautoren: Erich Kästners. Übrigens eine Buch, dass schon meine Mutter in den Händen hielt. 


Zum Inhalt: 



Pünktchen ist ein wiffes, kleines Mädchen. Tochter des Besitzers einer Berliner Spazierstockfabrik und beste Freundin von Anton. Während sie ihre Tage mit Anton verbringt, muss sie nachts mit ihrem Kinderfräulein heimlich Streichhölzer verkaufen. Auch Anton verkauft nachts Schnürsenkel, allerdings um sich und seiner schwer kranken Mutter das Leben zu finanzieren. Während Pünktchens Eltern noch keine Ahnung davon haben was ihr Töchterchen nachts so treibt, nimmt die fröhlich und doch tiefgründige Geschichte ihren Lauf.


Meine Meinung: 

Ich liebe Kästners intelligenten, trotzdem kindgerechten, lustigen Schreibstil. Ich könnte seine Bücher immer und immer wieder lesen. Die Idee zu dieser Geschichte entstammt einer wahren Berliner Begebenheit. Das Buch bietet von Witz, über Spannung und einer gewissen Lebensweisheit auch noch ein gutes Portion Moral. Meinem Sohnemann (6 Jahre) hat das Buch gut gefallen. 
Für die Eltern sind nach jedem Kapitel Gedanken von Erich Kästner zu der Geschichte geschrieben, was ich eine sehr schöne Idee gefunden habe.

Für Wen: 

Ein Buch für wohl alle Kinder.

5 Sterne *****

Erich Kästner
Atrium Verkag, Zürich, 1938
155 Seiten

Dienstag, 18. Dezember 2012

Adventgeflüster (3)


In der Weihnachtszeit rutschen alle enger zusammen, die Familie gewinnt mehr an Bedeutung und es gibt Zeit um vielleicht auch mal jemanden zu besuchen, den man sonst nicht so oft sieht.
Ja und genau deswegen kommt meine Adventspost auch erst so verspätet, denn ich habe meine sieben Sachen gepackt um jemanden zu besuchen der mir ganz fest am Herzen liegt - und es war wunderbar. Frohen dritten Advent wünsche ich dir!

A Christmas memory & One Christmas

Heute stelle ich zwei essays vom legendären Truman Capote vor. In a Christmas memory & One Christmas lässt Capote zwei weihnachtliche Kindheitserinnerungen wieder aufleben. Die Geschichten, gefallen mir gerade deswegen, weil sie einfach nur Momentaufnahmen eines Kindes sind, wie eine Fotografie die man lange betrachtet und zu der einem jemand die Geschichte erzählt.
Im ersten essay, beschreibt Truman  eine Person die ihm sehr am Herzen lag: Seine beste Freundin, eine 60 jährige, verkrüppelte Tante und wir er gemeinsam mit ihr ein Weihnachten erlebt hat. 
Im zweiten essay wird Truman zu Weihnachten in einen Bus gesetzt um das Fest mit einem Vater zu feiern, den er nie gekannt hat. Er muss erkennen, dass es Santa Claus gar nicht gibt und macht aus dieser Miesere dann aber doch das Beste.

Schöne Geschichten aus dem Leben, mit einer Klarheit und Einfachheit die mir gefällt.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Himmelsdiebe (Roman)

Schmerz - Kunst - Verlust
 
Ich habe mich so auf diese Geschichte gefreut über die ich auf einem anderen Blog gelesen habe und konnte sie dann leider so gar nicht genießen. Sicher kein schlechtes Buch, aber nicht mein Geschmack.
Zum Inhalt:

Himmelsdiebe erzählt die Geschichte zweier Künstler: Harry Winter ein 50 Jähriger „Don Juan“, der ein aufstrebender Künstler ist und Laura Paddington, eine junge englische Kunststudentin. Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges.
Die zwei treffen sich bei einer von Harrys Ausstellungen in London, umgarnen einander und reisen dann gemeinsam, trotz heftigem Aufstand von Lauras Eltern, nach Cornwall und Paris. Hier lebt Laura nun gemeinsam mit Harry, in den sie sich unsterblich verliebt hat, in einer kleinen Wohnung und verkehrt in den Künstlerkreisen von Paris. Harry macht Laura von Anfang an klar, dass er ein freier Mann ist und keine körperliche Beziehung zu ihr wünscht, worunter Laura sehr leidet. Erst als Laura Harry für einen Mexikaner verlassen will, gesteht er sich seine Gefühle zu ihr ein. Die Beiden werden ein Liebespaar und übersiedeln in ein kleines Haus in dem Örtchen St. Odile, wo sie sich schwören niemals nüchtern zu sein und sich immer zu lieben. Harry und Laura beginnen ein gemeinsames Kunstwerk zu schaffen „Die Himmelsbeute“. Die Beiden malen, leben und lieben bis Krieg ausbricht und Harry als Deutscher Staatsbürger in ein französisches Lager kommt. Laura, die an einer schweren Krankheit leidet, verliert ohne Harry langsam den Verstand. Eines Tages kommt eine alte Freundin von Laura, Geraldine, um Laura über die spanische Grenze zu bringen und ihre mittlerweile schwere Psychose behandeln zu lassen. Und ab hier nimmt die Geschichte ihren Lauf …
Meine Meinung:
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, wobei ich nicht glaube, dass es ein schlechtes Buch ist. Harry und Laura sind sehr exzentrische und extreme Charaktere, fast schon ein bisschen unheimlich und verrückt. Peter Prange reizt immer wieder den Spannungsbogen einzelner Handlungen bis ins Letzte aus und man möchte manchmal einen der Beiden nehmen und sagen: „Jetzt mach doch endlich!“. Das Lauras Krankheit immer nur als „Die Sache“ betitelt wird, fand ich befremdend.
Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Künstlerdasein der damaligen Zeit, so wie auch einen interessanten Einblick in die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges aus der Sicht von Frankreich, verfolgten Juden und Künstlern. Obwohl ich Literatur rund um den zweiten Weltkrieg normalerweise meide, hat mir das hier sehr gut gefallen.
Für Wen:
Für Kunstinteressierte und Liebhaber von (verzeih den Ausdruck) schmalzigen Liebesgeschichten.
Meine Wertung: *****
Inhalt: *****
Spannung: *****
Anspruch: *****
 
Peter Prange
kindle edition; 2010
504 Seiten