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Dienstag, 9. April 2013

52 Bücher - Woche 11

Ich melde mich wieder einmal aus der leseUnlust, sie dauert und dauert...
 
Dazu hat sich jetzt noch die schreibUnlust gesellt. Hallöchen! Und das obowhl es letzte Woche eigentlich bei Monsterchen ein schönes und für mich passendes Thema gegeben hat. Mein liebstes Kinderbuch!
 
Ich liebe Kinderbücher - ihr wisst das schon! Ich werde das Thema trotzdem nutzen um wieder einmal auf meine kidscorner aufmerksam zu machen.
 
Doch was ist eigentlich meines liebstes Kinderbuch?
 
Ganz klar und deutlich:
 
Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel



Wie liebe ich dieses Buch immer noch und die wunderbare Musik dazu, die es heute nich einmal mehr zu kaufen gibt. Wer das Buch nicht kennt, sollte unbedingt hier vorbeischauen. Da gibt es eine kurze Beschreibung zur Valerie und zu meinen 10 liebsten Kinderbüchern.
 
Kennt das Buch eigentlich überhaupt wer?

Mira Lobe ist übrigens eine herausragende Kinderbuchautorin und jedes Buch von ihr ist es Wert gelesen zu werden!

Dienstag, 19. März 2013

Einfach glücklich (Biographie)


Momentaufnahmen eines einfachen und glücklichen Lebens

Ich habe von meinem Mann zu Weihnachten dieses Buch von Sepp Forcher bekommen. Sepp Forcher? Ist da nicht was für Leute in Tracht, mit Hut, Gamsbart und einem starken Heimat Bewusstsein?
Kurz vor Weihnachten habe ich im Radio ein Interview gehört, dass mich sehr berührt hat. Da ich leider zu spät eingeschalten habe, war mir nicht klar, wer da so wortgewandt und klug spricht. Vor allem die literarischen Kenntnisse und Anmerkungen haben mir sehr gefallen. Zufälligerweise hat mein Mann an dem Tag das gleiche Interview gehört und genau, es war  Sepp Forcher, der da sprach. Daher also das Buch.

Zum Inhalt & Meine Meinung

Das Buch heißt „Einfach glücklich – Was im Leben wirklich zählt“. Ich bin keineswegs ein Fan von Lebensratgebern, aber nach dem Interview, dachte ich mir, okay ich gebe dem Buch eine Chance, wahrscheinlich wird es mich auch überraschen, so wie Sepp im Interview.
Das Problem ist, wenn man  ein Buch in die Hand nimmt, dass sich als Glücksratgeber verkauft und es dann etwas anderes ist – nämlich eine Biographie – ist man irgendwie irritiert.
Wenn ich das Buch als Biographie bewerte, gefällt es mir aber tatsächlich gut. Warum der Titel und auch der Klappentext vermuten lassen, dass es sich um ein Buch über das „Glücklich sein“ handelt, ist mir nicht zur Gänze klar.
Wir tauchen also ein in das Leben von Sepp Forcher: Von seiner frühen Kindheit in Südtirol, seinem Leben auf Hütten mit seinen Eltern und später selber als Hüttenwirt. Wir hören von Bergtouren, Kindern, Urlauben nach Griechenland per Auto, interessanten Menschen, dem Tod und seinem Werdegang als Moderator.
Das Sepp Forcher sehr viel Zeit seines Lebens in und um Salzburg verbracht hat, war natürlich ein kleiner, persönlicher Bonus, da ich immer gerne über Orte lese, die ich selber gut kenne.
Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, ist dass es in ganz kurzen Kapiteln geschrieben ist. Ein, zwei, drei Seiten – Momentaufnahmen aus Sepp Forchers Leben. Kurze, chronologische Einblicke und Geschichten, die sein Leben skizzieren.
Was Sepp Forcher mit dem Titel Einfach glücklich zu tun hat? Man bekommt den Eindruck, sein Leben ist fast zur Gänze einfach und glücklich verlaufen. Mit ganz wenig Hab und Gut, dass erst mit dem Alter immer mehr wurde, hat er sehr viele Jahre inmitten der Natur und vieler verschiedener Menschen verbracht. Ein Leben so einfach und durchaus schön, dass man es sich als konsumgeprägter Mensch kaum mehr vorstellen kann. Zumindest mir hat es wieder ins Bewusstsein gerufen, dass wir Menschen heutzutage viel zu viel besitzen und uns suggeriert wird, das wir so viele Dinge brauchen, ohne denen man in Wirklichkeit auch Leben kann.
So verändert sich die Zeit, es verändern sich die Menschen mit ihr und die Welt um uns herum. Aber ein Sommer auf einer Alm, mitten in der Natur,  nur mit dem Nötigsten ausgestattet: Ich denke, diese Erfahrung würde jedem Menschen mindestens einmal im Leben gut tun.


Für Wen

Für Sepp Forcher Fans, Menschen die gerne Biographien lesen, denn diese ist wirklich sehr schön und interessant geschrieben oder die, die sich für das einfache und glückliche Leben eines Mannes interessieren.

Meine Wertung
 
Inhalt: *****
Spannung: *****
Anspruch: *****

 

Sepp Forcher
Brandstätter Verlag
2012

160 Seiten

Klappentext: Mit über 80 Jahren ist Sepp Forcher nicht nur der populärste Repräsentant echter Volkskultur in Österreich, sondern vor allem ein Mensch mit einem so reichen Erfahrungsschatz, dass es an der Zeit ist, bei ihm in die Lehre zu gehen: Wie wird man ein glücklicher Mensch? Entlang seiner biografischen Stationen - als Kind armer Auswanderer aus Südtirol schaffte es der Bergführer und Hüttenwirt zum gefeierten Fernsehstar und Publikumsliebling - destilliert er jene Lebensmomente und Begegnungen, jene Erfahrungen und Erkenntnisse heraus, die für ihn die Quintessenz eines geglückten Lebens ausmachen. Dabei vergleicht er seine eigenen Erlebnisse mit der Erfahrungswelt heutiger Kinder, ohne dabei jemals in die ""Gute-alte-Zeit-Falle"" zu tappen. Und schlüpft mit diesem Buch sozusagen in die Rolle eines ""Großvaters der Nation"", von dem alle lernen können: Toleranz, Demut und Dankbarkeit, einen wachen Geist, den Wunsch, lebenslang zu lernen und einen offenen Blick für die kleinen, unscheinbaren Dinge, die ein erfülltes Leben ausmachen.

Freitag, 8. März 2013

LeseUNlust und 52 Bücher, Woche 7


Lese:un:lust

Ich denke jeder Leser kennt sie! Sie kommt ganz plötzlich und unvermutet, auf einmal ist sie da und lässt einen nicht mehr los: Die LeseUNlust!
Sie hat mich befallen, plötzlich kam sie im Februar und hat mich bis jetzt noch nicht wieder verlassen. Ich gehe an meinem Bücherregal vor mir, wo die Ungelesenen mich täglich anschauen, aber sie sind mir egal. Erst habe ich noch versucht die Unlust zu ignorieren und mich gezwungen weiter zu lesen, aber das hatte keinen Sinn.
Seit zwei Tagen zumindest, habe ich mir ein kleines Büchlein aus meinem Regal geholt, ein Buch, dessen Kapitel maximal zwei Seiten lang sind und in dem ich ab und an einmal schmökere. Ich hoffe, dass dies ein absehbares Ende der LeseUnlust bedeutet! Vor allem, da ich normalerweise abends lese und ich entsetzt feststellen musste, dass das Fernsehprogramm am Abend wirklich mies ist.
Nur ein kurzer Exkurs in mein Entsetzen: Es gibt immer noch neue Staffeln von Greys Anatomy? Das ist ja schon seit Staffel vier nicht mehr gut. Wie oft in der Woche kann man eigentlich How I met your mother sehen? Oder Dr. House? Oder Criminal Minds, die Simpsons und den extrem nervigen Charly Sheen? Seit wann gibt es im Fernsehen eigentlich nicht mal mehr am Wochenende gute Filme?
Jede LeseUNlust ist bis jetzt wieder vergangen und ich hoffe, so wird es auch diesmal sein!

Aber nun zu Frage 7 von Monsterchen und Frühlingsbotin Katja:
Du betrittst zum ersten Mal die Wohnung deines neuen Schwarms. Welches Buch sollte auf dem Couchtisch (oder natürlich wahlweise auf dem Nachttisch) rumliegen, damit du dir sicher bist “Hier bin ich richtig!”?
(Bonusfrage: Welches Buch dürfte dort auf keinen Fall rumliegen?)

Dazu eine kleine Geschichte zur größten Lüge die mir mein Mann jemals aufgetischt hat: Es war Sommer und wir kannten uns gerade ein paar Tage. Für mich war klar, dieser Mann gefällt mir. Also begann ich ihm vorsichtig und natürlich gaaanz unauffällig immer wieder ein paar Fragen zu stellen, über Dinge die mir bei einem Mann wichtig sind. Unter anderem kam die Frage: Liest du gerne? Woraufhin er im Brustton der Überzeugung versicherte, er wäre ein viel und gern Leser. Den innerlichen Freudentanz lies ich mir nicht anmerken und blieb ganz cool. Wie die Unterhaltung weiter ging weiß ich leider nicht mehr, denn ich habe ihn sicher zu Büchern befragt und wundere mich immer noch, wie er mir verheimlichen konnte, dass er eigentlich fast gar nicht liest. Im Spaß kriegt mein Mann bis heute zu hören, dass er mich gleich am Anfang unserer Beziehung ganz essentiell belogen hat, denn er greift wirklich fast nie zu einem Buch und wenn dann nur zu Fachlektüre. Zumindest konnte ich ihn schon für Hörbücher begeistern. Aber wisst ihr was, eigentlich ist es mir mittlerweile vollkommen egal ob er liest oder nicht …
Nun aber zur eigentlichen Frage: Wenn ich also die Wohnung eines Mannes zum ersten Mal betreten würde (!), sollte er ein Bücherregal mit vielen Büchern haben. Darunter aber bitte nicht nur Fachlektüre, sondern ein guter Mix aus diversen Genres. Auf dem Nachttisch sollte etwas Anspruchsvolles oder Außergewöhnliches liegen. Zum Beispiel von Peter Handke „Versuch über den stillen Ort“.
Bei welchem Buch ich dem Mann auf jeden Fall erst mit Vorsicht begegnen würde, wäre „The Game“, ein unmögliches Buch darüber wie man Frauen aufgabelt.  

Dienstag, 26. Februar 2013

Irrgarten des Lebens (Roman)




Ich habe immer wieder auf anderen Blogs über die Seite BDB (Blog dein Buch) gelesen. Neugierig geworden, habe ich dan natürlich auch auf die Seite geklickt und mir angesehen was BDB ist. 
Also für alle die BDB noch nicht kennen sollten, das simple Motto/Prinzip lautet: Ein Gratis-Buch erhalten und Rezensionen bloggen.
 
Und hier ist die Rezension zum ersten Buch, welches ich mir ausgesucht habe: das ebook Irrgarten des Lebens (link zu amazon) vom Buchfunk Verlag.
Zum Inhalt:


Das Buch handelt von dem jungen Lorenz aus Leutschau, der  in einem Wirtshaus mit einem Falschspieler aneinander gerät und im Zuge der Auseinandersetzung glaubt den anderen getötet zu haben. Aus Angst verurteilt zu werden verschwindet er und lässt seine Familie und seine Verlobte ohne ein Wort der Erklärung zurück. Er reist bis nach Rom und lebt von Almosen bis die ungarische Königin Erzsébet nach Rom kommt. Als diese zufällig auf Lorenz trifft und erfährt, dass er Zipser Sachse ist, nimmt sie ihn wohlwollend in ihren Dienst.
Nachdem Lorenz einige Zeit der Königsfamilie in Neapel gedient hat, wird er eines Nachts im Kerker des Castel Nuovo Zeuge, wie die verurteilte Mörderin, Gräfin von Marzano, und ehemlaige Hofdame der Königin Johanna, ein Kind zur Welt bringt. Sie wurde verurteilt  König Endre ermordet zu haben. Das Küchenmädchen Madita hat den Befehl bekommen, das Neugeborene heimlich gegen ein anderes Kind auszutauschen und an eine Person zu übergeben. Als die Person allerdings nicht wie vereinbart auftaucht, bleibt sie ratlos bei Lorenz zurück. Lorenz nimmt sich ein Herz und beschließt Madita zu heiraten und mit ihr gemeinsam das Kind groß zu ziehen.
Madita und Lorenz ziehen auf einen Bauernhof außerhalb Neaples, wo sie ein Leben in Furcht leben. Eines Tages wird der Hof gestürmt und Lorenz muss mit der kleinen Julietta fliehen. Ab hier beginnt die abenteurliche Reise von Lorenz und Julietta, deren Leben immer mit dem der Königsfamilie verbunden bleiben wird.  
Meine Meinung:
Was mir an dem Buch sofort aufgefallen ist, war der ungewöhnliche, vielleicht sogar eigentümliche Schreibstil, der mir persönlich wirklich gut gefallen hat. Er hat ein wenig etwas von einer alten, höflichen Sprache, er ist sehr anschaulich und verfällt teilweise leider ein klein wenig ins Kitschige, das hat mich aber nicht gestört.
Wenn man sich für geschichtliche Romane interessiert, ist dieses Buch mit Sicherheit eine gute Wahl. Viele Fakten, Intrigen und Machtkämpfe werden veranschaulicht und gut dargestellt. Auch das Leben des Romanhelden Lorenzo und seiner Tochter bleibt nicht langweilig. Ich würde das Buch nicht unbedingt als spannend bezeichnen, aber als interessant und die Lust weiter zu lesen reißt nicht ab.
Für Wen:
Ich empfehle das Buch in erster Linie geschichtlich interessierten Menschen, da für mich der historische Inhalt doch der eigentlichen Geschichte rund um Lorenzo überlegen war.
 
Meine Wertung:
 
Irrgarten des Lebens
Elisabeth Hering
Buchfunk Verlag; 2012
193 Seiten
Klappentext: Der Roman führt durch weite Teile Europas um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Ein Steinmetzgeselle meint, einen Falschspieler erschlagen zu haben, und flieht nach Italien. Dort gerät er in die Auseinandersetzungen im Königreich Neapel zwischen dem einheimischen Adel und den dort herrschenden Königen aus dem Geschlechte der Anjou. Zwangsläufig zieht eine neue Lüge neue Konflikte nach sich und reißt andere Menschen mit ins Unglück.
 

Dienstag, 19. Februar 2013

Astrid Lindgren Special


Es gibt so viele Kinderbuchautoren die nicht nur ein tolles Kinderbuch geschrieben haben, sondern eine ganze Reihe von wunderbaren Büchern. Wer meinen Blog regelmäßig liest, kennt meine große Leidenschaft für Kinderbücher. Deshalb habe ich beschlossen für meine kids corner - wenn die Zeit es erlaubt - ein Autoren Special zu verfassen. Und mein erstes Special heute gilt der wunderbaren
 Astrid Lindgren
(1907 - 2002)

 
Liebe Astrid Lindgren,

Danke, dass du mich mitgenommen hast in deine wunderbaren Welten. Am Liebsten war ich in Bullerbü und habe mit den Kindern zwischen Nord- Mittel- und Südhof die witzigsten Dinge erlebt, habe mit ihnen in der Scheune geschlafen, bin zum Nordhofsee gefahren um zu Baden oder habe im Nocken Krebse gefischt. Ich hatte Angst vor Herrn Nett, dem un-netten Schuhmacher und wie sie der Lehrerin in der Schule einen Streich gespielt haben, habe ich gelacht und mir gewünscht, meiner Lehrerin den selben Streich spielen zu können.
Bei Pippi Langstrumpf in der Villa Kunterbunt war ich eben so oft und bin mit ihr, Annika und Tommy ins Taka-Tuka-Land geflogen. Ich habe mir immer gewünscht wie Pippi zu sein, so mutig und stark, aber eigentlich war ich mehr wie Annika – normal eben.
Auch in Lönneberga war ich gerne und habe nie verstanden warum Michels Eltern nicht gesehen haben, wie gut er es eigentlich immer meint und das seine Streiche, eigentlich meistens einfach ganz anders ausgehen, als er sie geplant hat. Obwohl er hier und da schon einen ziemlichen Blödsinn gemacht hat. Dann habe ich mir ins Fäustchen gelacht und ihm zu seinem Mut beglückwünscht.
Ich habe auch  die kleine Lotta kennen gelernt und die hat mich tatsächlich an mich selber erinnert. Gut ich war natürlich keine 5 mehr, als ich Lotta kennen lernte, aber ich war genau so stur, frech und wollte immer meinen Willen durchsetzen. Wie habe ich mich gefreut, wenn Lotta ihre Geschwistern und Eltern wieder einmal an der Nase herum geführt hat.
Und dann gab es noch so viele andere, Madita, Karlsson vom Dach, Ronja Räubertochter und  viele mehr. In alle Geschichten bin ich eingetaucht und am Ende des Buches schweren Herzens wieder aufgetaucht, mit dem Wunsch noch ein bisschen länger dort bleiben zu können.
Danke für deine Phantasie, deine heilen, glücklichen Kinderwelten, deine Aufforderung zum Mutig sein, zum Spielen und zum Entdecken. Ich gratuliere dir zu unglaublichen 70 Büchern, die du geschrieben hast um Kinderherzen strahlen zu lassen.
Deine Leserin Ines

(Bild Astrid Lindgren: Quelle: www.oetinger-audio.de)
Wer kennt es nicht  das Bild der alten, faltigen Frau, die uns als Astrid Lindgren bekannt ist. Wer hat sich nicht mindestens einmal gewünscht, einen Baum voll Limonade im Garten oder einen kleinen Affen als Haustier zu haben, in Bullerbü Weihnachten zu feiern oder von Michel auf den Fahnenmast gezogen zu werden? Die tollen Geschichten die diese Autorin geschaffen hat, sind eine wahre Leistung.
Als Kind nimmt man wunderbare Geschichten noch als selbstversändlich hin, später habe ich mich immer gefragt, woher nimmt frau die Idylle, die Streiche, die Späße, die kleinen Weltchen die sie in ihren Büchern erschuf?
Die Antwort ist so einfach wie schön: Aus ihrer eigenen glücklichen Kindheit, die sie mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern in der Nähe der südschwedischen Stadt Vimmerby am Hof Näs verbrachte. Ich stelle mir vor, dass die vier Geschwister ihre Kindheit genauso verbracht haben wie die Kinder von Bullerbü oder Michel aus Lönneberga: Spielend, entdeckend und voller Phantasie. 
Wer sich für das Leben dieser großen Autorin interessiert, sollte zu dem Buch „Das entschwundene Land greifen“ (link zu amazon). Dies ist das einzige Buch, das Lindgren je für Erwachsene geschrieben hat und handelt von ihrer Kindheit in Schweden und der Liebesgeschichte ihrer Eltern.
 
Pippi Langstrumpf hat übrigens Astrid Lindgren nicht selber erfunden, zumindest nicht den Namen. Nein, ihre Tochter die mit einer Lungenentzündung im Bett lag, hat sich von ihrer Mutter eine Geschichte über Pippi Langstrumpf gewünscht und so wurde sie zur Erzählerin und Autorin – am Krankenbett ihrer Tochter.
 
Astrid Lindgren hat unglaubliche 70 Kinderbücher geschrieben, die durchschnittlich in 58 Sprachen übersetzt worden sind. Pippi Langstrumpf wurde sogar in 85 Sprachen übersetzt!  
70 Kinderbücher? Dazu muss man aber wissen, dass die meisten ihrer Geschichten, auch wenn wir sie als ein Buch kennen, eigentlich Sammelbänder sind.
 
Aber nun wollen wir mal sehen wer denn aller zur Welt von Astrid Lindgren gehört
 
 
Die wichtigsten Bücher/Serien in chronologischer Reihenfolge

Britt Marie erleichtert ihr Herz
Kerstin und ich

Pippi Langstrumpf

Kalle Blomqvist
Die Kinder von Bullerbü

Kati
Mio mein Mio

Karlsson vom Dach
Nils Karlsson Däumling

Rasmus
Lotta und ihre Geschwister aus der Krachmacherstraße

Tomte Tummetott
Madita

Michel aus Lönneberga
Ferien auf Saltkrokan

Die Brüder Löwenherz
Ronja Räubertochter

Zur gesamten Astrid Lindgren Bibliographie (auf Englisch) geht es hier

Na, wie viele der oben genannten Charaktere oder Bücher kennst du?
Meine kleine Auswahl an Lindgren must-reads:

Es gibt ein paar Bücher der oben genannten Liste die ich euch persönlich ans Herz legen will, weil ich sie sehr gut kenne und liebe:

1.)    Die Kinder von Bullerbü

2.)    Lotta und ihre Geschwister aus der Krachmacherstraße

3.)    Michel aus Lönneberga

4.)    Pippi Langstrumpf

5.)    Madita

6.)    Ronja Räubertochter


Und obwohl Bücher natürlich das Tollste sind, möchte ich trotzdem noch die schönen, alten schwedischen Filme erwähnen die es wirklich Wert sind im DVD Regal zu haben. Pippi Langstrumpf, Die Kinder von Bullerbü und Michel aus Lönneberga sind meine Highlights. Selbst mein Sohn, mittlerweile fast 7 Jahre, greift wenn er krank ist zu keinem Disney Film sondern zu seinen Freunden aus Bullerbü – und ich sitze immer wieder gerne daneben.

Wir alle kennen Werke von Astrid Lindgren, manche mehr, manche weniger, manche sind begeistert wie ich, manche vielleicht nicht. Aber falls auch ihr Kinder habt, dann nehmt euch die Zeit und entführt eure Kleinen nach Bullerbü, Lönneberga, Taka-Tuka und an all die anderen fröhlichen Orte und ich wünsche euch, dass ihr mindestens genauso viel Spaß habt wie sie.




 

Dienstag, 12. Februar 2013

Die Edelstein Trilogie (Jugenbuchreihe)


Ja, die vielen vielen postiven Posts zu diesem Buch im letzten Jahr, haben mich neugierig gemacht. Ich habe die Trilogie schon länger auf meiner wannaread Liste stehen ... Jetzt war es so weit. Bei einer amazon Bestellung konnte ich nicht anders. Ich habe die Bücher endlich bestellt und gleich zu lesen begonnen .... denn der Schuber ist wirklich schön und macht Lust auf Lesen.

Zum Inhalt:

Band 1: Rubinrot

Gwendolyn lebt in London mit ihrer Mutter, ihren zwei Geschwistern, ihrer Oma, einer Tante,  einer Cousine und einer Großtante in einem noblen Haus im citycenter. Schon seit der Geburt ihrer Cousine Charlotte steht fest, dass diese ein schweres Familienerbe antreten muss. Sie ist die Letzte in der Reihenfolge der zwölf zeitreisenden Frauen die ihrer Familie abstammen. Seit 16 Jahren wartet die ganze Familie auf ihren ersten Zeitsprung, ihr ganzes Leben lief darauf hinaus, sie auf diese Gabe vorzubereiten, doch nichts passiert ... denn in Wirklichkeit ist Gwendolyn die zwölfte Zeitreisende - der Rubin. 
Während für Charlotte und ihre Mutter eine Welt zusammen bricht, muss Gwendolyn erst lernen, was es bedeutet diese Gabe zu haben. 
Sie kommt in das Haus der de Villiers, in deren Familie seit Jahrhunderten männliche Zeitreisende geboren werden. Hier trifft sie auch auf ihr männliches Gegenstück, den 19 Jährigen Gideon. Zusammen müssen sie von nun an in die Vergangenheit reisen, um das wieder gut zu machen, was ihre Vorgänger Lucy und Paul zerstört haben. Doch was vor 17 Jahre passiert ist, warum ihr niemand traut und was es mit der ganzen Geschichte der Zeitreise auf sich hat muss Gwendolyn erst herausfinden.
 
 

Band 2: Saphirblau


Gwendolyn und Gideon reisen wieder in die Vergangenheit und müssen nicht nur aus einem Hinterhalt den Lucy und Paul (ihre Vorgänger) organisiert haben fliehen, sondern auch noch mit ihren Gefühlen für einander fertig werden. Hat der Kuss den Gideon Gwen gegen hat etwas zu bedeuten oder hat er doch Gefühle für Gwens Cousine?
Der kleine Wasserspeier Xemerius beginnt Gwen auf Schritt und Tritt zu folgen und da nur sie ihn sehen kann, erweist er sich schon bald als sehr nützlich.
Menuett tanzen, sich richtig auszudrücken und Fechten, all das muss erst gelernt werden und es scheint, als würde niemand Gwen zutrauen, dass sie ihre Aufgaben in der Vergangenheit auch meistern kann.

...



Meine Meinung:

Die Entäuschung die sich in der Mitte von Band 2 endgültig in mir breit gemacht hat war ungefähr so groß wie die Vorfreude die ich hatte.
Bei Band 1 dachte ich noch, okay mann muss die Welt der Zeitreisenden und die Charaktere erst kennen lernen, es sei verziehen, dass der Inhalt nicht ganz so spannend ist wie erwartet. Der Ausblick am Ende des Buches war auch vielversprechen. Als Band 2 dann ähnlich schleppend weiter ging, habe ich ab der Mitte das Buch zugeschlagen und weg gestellt. Es steht zwar immer noch am Fensterbrett, so schnell werde ich es wohl aber nicht mehr in die Hand nehmen.
Doch was hat mich eigentlich abgehalten weiter zu lesen? Erstmal fand ich die Geschichte einfach nicht spannend genug, die Handlung schleppend. Das ganze drum herum um Gwendolyn wird sehr detailiert beschrieben, was ich einerseits gut fand, ab einem gewissen Punkt aber "too much".
Die Idee der Handlung ist auf jeden Fall gut, falls man bei einem Buch auch nicht unbedingt Wert auf Spannung legt, würde ich es weiterempfehlen. Ich hatte eben gedacht, ich werde etwas in der Art von Harry Potter oder die Tribute von Panem in die Hand bekommen und an diese Erfolge kann die Edelstein Tilogie sicher nicht anknüpfen.
 
Für Wen:
 
Für Jugendliche die gerne ein wenig Fiction gepaart mit dem realen Leben und einer ungewissen Liebesgeschichte haben würde ich sagen: go for it! Mit der Vorwarnung, dass es eine langsame, sich gemächlich entwickelnde story ist.







52 Bücher - Woche 4

Zeige uns ein schwarz-weiß-blaues Buch.
 
 
Als ich am Sonntag gemütlich auf der Couch saß und die Aufgabe für Woche 4 las, nämlich ein schwarz-weiß-blaues Buch, zu zeigen war ich ehrlich gesagt erst ein bisschen ratlos. Irgendwas soll das ganze mit einem Fußballverein zu tun haben, HSV oder so ähnlich ;-) und einem Sieg gegen einen BVB ... ??? Ratlosigkeit. Ein fragender Blick zu meinem Mann. "Schatz: BVB? HSV?" Tja und Gott sei Dank ist Deutschland nah genug, dass man auch in der schönen Mozartstadt noch mitbekommt, was sich im deutschen Fußball tut. Danke lieber Schatz, deine Fußballleidenschaft hat mir also auch was für meinen Blog gebracht.
 
Liebes Fellmonsterchen, dass du Fußballfan bist habe ich ja schon mitbekommen. Was der HSV ist, habe ich dann schon nicht mehr ganz registriert, jetzt weiß ich bescheid!
 
Ein 4:1 Sieg des HSV über den BVB ist also der Grund für das Motto der Woche!
 
Als ich dann den Blick ratlos durchs Wohnzimmer gleiten lies und mir gerade überlegt habe ob ich mich aufraffen kann aufzustehen um mein Bücherregal aufzusuchen, blieb mein Blick doch tatsächlich an einem schwarz-weiß-blauem Buch hängen. Ein Buch, das ich vor einer Woche entäuscht aufs Fensterbrett gelegt habe und das seit dem dort als Staubfänger fungiert.
 
 
 
 

Die Edelstein Trilogie (Jugendbuch) von Kerstin Gier habe ich mir vor kurzem gekauft, nachdem die Reihe schon seit langem auf meiner wannaread Seite gestanden hat. Auf so vielen Blogs wurde die Trilogie gelobt und als Highlight des letzten Jahres angepriesen. Ich habe dann mit wirklich großer Vorfreude angefangen Band 1 zu lesen - Rubinrot. Meine Mundwinkel hingen allerdings schon nach kurzer Zeit vor Entäuschung nach unten. Band 1 habe ich noch geschafft, bei Band 2 - Saphirblau, habe ich dann bei der Hälfte aufgegeben.
 
Die Geschichte von der jungen Schülerin Gwendolyn, die ein Zeitreise Gen geerbt hat und sich gemeinsam mit einem männlichen Gegenpart auf die tägliche Reise in die Vergangenheit macht, klang eigentlich ganz nett. Familiäre Spannungen, Geister mit denen Gwendolyn sprechen kann, eine geheime Loge an intelligenten Köpfen, die die Zeitreise seit Jahrhunderten dokumentieren - lauter Fakten die das Buch spannend machen könnten.
Tatsächlich hat es mich gelangweilt. Es passiert so wenig und es wird so viel nebensächliches detailiert beschrieben, dass ich einfach nicht mehr weiterlesen konnte.
 
Schade!